Das Individuum zählt

Wer hat nicht schon in seiner bisherigen Laufbahn eine Vielzahl an Seminaren und Workshops etwa zum Thema „Führung“ hinter sich gebracht? Die Reaktionen hierauf war oftmals sehr unterschiedlich. Die Einen fanden das Seminar hilfreich und toll, die Anderen waren mässig begeistert. Die Einen haben die Inhalte bestens im täglichen Berufsalltag umgesetzt, die Anderen haben diese schnell vergessen oder bereits „intuitiv“ vieles richtig gemacht.

Es gibt keine „Persönlichkeitsentwicklung“

Woran liegt es, dass Menschen so unterschiedlich reagieren, bewerten und umsetzen? Die Antwort darauf liegt auf der Hand: Weil die Persönlichkeitsstruktur der Menschen unterschiedlich ist. Die Persönlichkeit des Menschen ist spätestens nach der Pupertät festgelegt und sie ändert sich auch nicht mehr. Es ist insofern etwas ungenau von „Persönlichkeitsentwicklung“ zu sprechen. Vielmehr wäre es besser, den etwas holprigen Begriff „Persönlichkeitshandlungsentwicklung“ zu verwenden. Nicht die Persönlichkeit verändert sich, sondern „nur“ durch das Lernen aus Lebenssituationen und aus Seminaren und Coachings, die daraus resultierenden Handlungen.

Der grundlegende Mangel in Ansprachen an eine Gruppe

Seminare, Workshops und Ansprachen von Führungskräften richten sich mit identischen Botschaften an die jeweiligen Teilnehmer, ohne deren jeweilige Persönlichkeitsstruktur zu berücksichtigen. Dies führt dazu, dass sich jeweils ein bestimmter Prozentsatz der Zuhörer von bestimmten Kernaussagen „nicht angesprochen“ fühlt. Einige Beispiele hierzu:

Wenn etwa ein Trainer einer Fussballmannschaft in seiner Motivationsrede die Wichtigkeit des Gemeinschaftsgeistes betont, das Team über alles stellt und ruft „nur gemeinsam sind wir stark“, dann nimmt er diejenigen Spieler nicht mit, die eine sehr starke Ausprägung ihres Authonomiebedürfnisses haben.

Wenn ein Vorstand einer Bank – wie geschehen – seinen Mitarbeitern zuruft, man möge sich weniger Gedanken darüber machen, was der Kunde über die Bank denkt, dann wird er bei denen inneren Widerstand erfahren, deren Bedürfnis nach Sozialer Anerkennung sehr hoch ist, denn Sie möchten die Anerkennug Ihrer Kunden.

Auch wenn ich nur einer einzelnen Person gegenüber sitze,  kann ich bestens „daneben liegen“. Wir wissen, dass es wichtig ist in Verhandlungssituationen sog. „Rapport“ herzustellen, also eine Gleichschaltung mit dem Gegenüber. Wir sollten versuchen dem Gegenüber zu ähneln, dies ist eine gute Basis für einen späteren Verhandlungserfolg. Wenn mir „Struktur“ wichtig ist, dann möchte ich feste Termine und Abläufe. Ein Gegenüber welches sich nicht auf fixe Termine festlegen lässt macht mich unsicher, nervös und ich schätzte sojemanden als nicht seriös ein, obwohl diese Person ein sehr seriöser Geschäftspartner sein kann.

Vorschlag 1 zur Abhilfe: (Er)kenne Dich selbst

Egal, ob ich Seminarleiter, Verhandlungspartner, Führungskraft oder Ehemann bzw. Ehefrau bin; jeder von uns richtet ständig Botschaften an andere. Diese Botschaften sind nicht etwa neutral, sondern stellen Haltungen als Ausprägung der eigenen Persönlichkeit dar. Viele Botschaften sind reine „Glaubenssätze“ und damit weit weg von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Wer etwa ein hohes Bewegungsmotiv hat, der wird jederzeit verbreiten „Nur wer Sport macht, bleibt gesund“. Wer hingegen über ein sehr niedriges Bewegungsmotiv verfügt, der verkündet „Sport ist Mord“. Beide Aussagen sind wenig wissenschaftlich fundiert. Wenn das Gegenüber andere Ausprägungen hat als man selbst – und die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr hoch – dann erreicht man die andere Person als Seminarleiter, Chef oder Partner nicht oder nicht vollständig. Um dies zu ändern, sollte man zuallererst sich selbst erkennen!

Sich selbst zu erkennen gelingt am Besten und eigentlich nur durch eine Analyse der eigenen Persönlichkeit. Ich habe in meiner eigenen Vita als HR-Mann und „Chef“ viele Analyseinstrumente kennen gelernt. Mich hat jedoch kein Instrument annähernd so überzeugt, wie die Analyse von LUXXprofile. Inzwischen bin ich aus reiner Begeisterung selbst Coach für dieses Instrument. Was macht nun eigentlich LUXXprofile?

Mit LUXXprofile wird die intrinsische Motivation des jeweiligen Menschen ermittelt. Diese – wissenschaflich fundierte – Analyse geht davon aus, dass der Mensch sich dauerhaft so verhält, wie es ihm auch wirklich gut tut. Wenn bei bestimmten Verhaltensweisen keine „Schokolade“ fließt, dann wird das Verhalten nicht oder nur ungern an den Tag gelegt. In diesem Fall ist die Person nicht intrinsisch motiviert. Wer etwa keine hohe Einflussmotivation hat, der möchte einfach nicht gerne entscheiden und überlässt dies anderen. Wer im Bereich „Neugier“ wenig motiviert ist, der wird kaum zu sehr in Details gehen und fragt sich regelmässig, ob ihm bestimmtes Wissen auch nutzt oder nicht. Insgesamt gibt es nach LUXXprofile 16 Motive, deren Ausprägung in der Analyse ermittelt wird. Dies sind dann beispielhaft so aus:

Verschiedene starke Ausprägungen (Blau oder rot) unterstützen sich gegenseitig (Synergien) und andere stören sich (Disharmonien). Gut oder schlecht gibt es schlich nicht, denn jede Ausprägung ist in bestimmten Situationen nützlich und sinnvoll.

Wer sein eigenes Profil kennt, der hat spätestens damit seine Unschuld verloren. Denn nach entsprechender Beratung durch den LUXXprofile-Coach, der die Auswertung mit dem Teilnehmer der Analyse detailliert durchgeht, fällt es einem wie Schuppen von den Augen, weshalb man in bestimmten Situationen so und nicht anders reagiert und handelt, weshalb Ansprachen regelmässig eine bestimmte Tendenz haben und weshalb andere Menschen, wie etwa Mitarbeiter, teilweise „nicht erreicht“ werden.

Zusammenfassung

Unser Handeln und unsere Aussagen sind generell von unserer Persönlichkeit geprägt. Damit kann es ein Glücksspiel sein, ob ich auf ein Gegenüber treffe, welches „ähnlich tickt“ und damit die Person erreiche oder nicht. Die Analyse der eigenen Persönlichkeit mit einer so detaillierten Analyse wie LUXXprofile führt zur Selbsterkenntnis. Damit vermeidet man zukünftig in hohem Maße nicht zielführende Botschaften und fängt an, sein gegenüber besser zu verstehen. Egal ob Führungskraft, Coach, Leiter eines Workshops oder Teil(nehmer) einer Beziehung. Wichtige Botschaften können nur so passgenau gesetzt werden.

Autor: Peter Schönberger

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